AKTUELLE AUSSTELLUNG


HELGE HOMMES
"...folge mir..."

 

Eröffnung: 27. – 29. Januar 2012 im Rahmen der BCC
Ausstellung: 27. Januar – 29. März 2012„... folge mir.“

Zur Eröffnung de BCC-Wochenendes vom 27.- 29. Januar zeigt TEAPOT erstmals den in Aachen lebenden Künstler Helge Hommes mit der Solopräsentation „... folge mir“.

Eingebettet in eine ganze Reihe von Veranstaltungen der Initiative Cologne Contemporaries und ihrer belgischen Gäste, öffnet TEAPOT am Freitag um 18 Uhr seine Türen für eine sehr persönliche Ausstellung mit Malerei und Installation.

Helge Hommes versucht seinen Weg der „Selbstverortung“ mit einer geschickt konstruierten Ausstellung ein Stück weiter zu gehen. Helge Hommes zerbrach an diesem Konstrukt, wurde schwerst Alkohol abhängig und aggressiv. Es folgte eine Entziehungskur, seit der er – ganz im Sinne der Anonymen Alkoholiker – ein trockener Alkoholiker ist. Was blieb war die Frage nach dem Sinn, der Verortung, der sich Helge Hommes hier mit seinen Mitteln, Malerei und Installation, annähert.

Die frühe Gründung einer Familie, das renovieren eines alten Hauses, drei Kinder – eine Idylle, die viele Menschen als Seins-Zustand herbei wünschen.

Davon ausgehend, dass die Selbstlüge das Nadelöhr, welches auf dem Weg der Selbsterkenntnis zu durchwandern ist, darstellt, hat Helge Hommes eine in drei Abschnitte gegliederte Ausstellung erarbeitet: Hier ist auch wieder Ruhe zu finden, aber eine andere Art der Ruhe. Auf der zentralen Malerei ist diesmal eine Szene zu sehen, die eine Art Familien-Aufstellung zeigt: Um die zentralen Figuren, den Künstler und seinen besten Freund am Lagerfeuer, scharen sich eine Gruppe von Wegbegleitern. Durch die Positionen werden ihre Rollen für Helge Hommes verdeutlicht und führen so zur Erkenntnis der eigenen Person. Eine Reihe von kleinformatigen Zeichnungen, die alle eine Art Käfig und ein charakterisierendes Wort zeigen, ist  der Versuch, das Selbst zu fassen und durch analytisches Arbeiten letztendlich den Käfig zu verlassen.

Im vorderen Raum eine scheinbar ruhige, große und abstrakte Arbeit, ein erster Höhepunkt, ein Gipfel, von dem es dann durch einen „Strahlenkanal“, einer Art Reuse, in das Innere weitergeht.

Der „Strahlenkanal“, vom Eingang wie eine geschlossene Wand aus geweißten Dachlatten wirkend und nur durch eine schartenartige Öffnung zu betreten, weitet sich zum hinteren Raum. Bestückt mit fragmentartigen Kurzsätzen, Bildern und Gegenständen, wird er kaum im ersten Moment die Ruhe der exakten Zuwendung zulassen, stattdessen den Besucher wie ferngesteuert in den sich weit öffnenden Raum treiben lassen. Erst auf dem Weg zurück durch die dann eintretende Verengung des Raumes zur  schmalen Öffnung hin ergibt sich die Zeit, einzelne Elemente genauer zu betrachten. Das „enter and exit free“- Prinzip der Installation überlässt es dem Betrachter, ob er diese Annäherung wünscht.

Der Wille ist frei und die Entscheidung am Prozess des Findens teilzunehmen ein Angebot.